Irre Wichtig

Nächste TV-Auftritte:

Do., 19.10.2017

BR "Schleich-Fernsehen"

Di., 24.04.2018

ZDF - Anstalt

Do., 26.07.2018

BR - Schlachthof

Termine

Sa., 23.09.2017

SALZGITTER - Kniestedter Kirche

So., 24.09.2017

ACHIM - Kasch

Do., 28.09.2017

BOTTROP - Aula Josef Albers Gynasiums

Newsletter

E-Mailadresse:


BUTZUNION (1999-2003)

WAS BISHER GESCHAH:

  • H.-G. Butzko beschließt: "Mach ich doch mal Kabarett."
    Er entwirft ein Programm gegen den Comedytrend und für eine Wiederbelebung der politischen Auseinandersetzung, nennt das ganze "Butzkolonne", stellt sich auf den Marktplatz von Würzburg, spielt die Premiere, und prompt ernennt sich Gerhard Schröder zum Bundeskanzler. Hm, vielleicht hätte man doch eher Comedy machen sollen?
  • Gleich auf Anhieb, mit seinem ersten Kabarettprogramm wird H.-G. Butzko landauf, landab, auf etliche, auch einige der traditionsreichsten Kabarettbretter der Republik gestellt. Edmund Stoiber sammelt vor der Feldherrnhalle Unterschriften und ruft zum "Sturm auf Berlin" auf.
  • Butzko wird im Fernsehen herumgereicht: "Ottis Schlachthof", "Hüsch & Co", "Satirefest, u. a.". Der Atomausstieg wird bis auf weiteres verschoben.
  • Er wird vom Hörfunk umworben: z.B. für Deutschlandradio regelmäßige Glossen mit dem Titel: "Wir erinnern uns, früher war alles besser." Doch die Bundeswehr befreit den Balkan von der deutschen Vergangenheit.
  • Etliche Kabarettpreise wandern in seine Tasche: "Würzburger Kehrblech", "Heidingsfelder Heckenschere", "Randersackerer Runkelrübe" und "Erlabrunner Edelerbse". VW kauft den VFL Wolfsburg und Jürgen Trittin.
  • Und als er schließlich eine Best-of-Butzkolonne-CD bei ConAnima BMG/Ariola veröffentlicht, brechen alle Dämme. Johannes Rau übernimmt das Bundeskochstudio.

TJA, UND JETZT:
Mit Lobpreisungen überschüttet, in der Bild-Zeitung zitiert, das Wochenendhäuschen auf Lanzarote fest im Blick, droht nun von allen Seiten das Damokles-Schwert eines neuen Programmes,und solange die Rückkehr des Messias noch auf sich warten läßt, muß es eben sein.

DENN:
Was macht man, wenn ein Kabarettprogramm zwei Jahre lang gültig ist, und an einem gewissen 11. September verschieben sich weltpolitische Parameter?
Nun, man überprüft den Text, und stellt fest, daß alles genauso gültig ist wie vorher.

Der amerikanische Präsident hatte nie eine Opposition. Der deutsche Verteidigungsminister stand nie zur Disposition. Und die Bahn war schon immer das attraktivste Verkehrsmittel.

Lediglich die Frage:
Wohin uns das politisch-private der Casinoglobalisierung noch führen könnte, wird rückblickend zur philosophisch-profanen Analyse: "Wie konnte es nur so weit kommen?"

Gleich bleibt die Formel:
Broker oder Bankräuber - Hauptsache Finanzkriminalität.
Keiner weiß, wohin die Reise geht.

Aber das mit Volldampf.

Jahrzehntelang besangen die Linken die "Internationale", jetzt setzen die Großkonzerne das um.
Und für den kleinen Mann:

Altersvorsorge mit Aktienfonds.
Früher waren die Imperialisten "die da oben", heute darf jeder mitmischen.
Und wenn es hieß, der Anschlag aufs World-Trade-Center war ein Angriff auf die Demokratie, dann wissen wir doch:
Eine Demokratie existiert dann, wenn der an der Regierung ist, der die Mehrheit der Wählerstimmen auf sich vereinen kann.
Schwamm drüber.

Mit lieben Grüßen an George W. Bush.