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Wetterfrosch (D-Radio)

Haben Sie das gehört?
Die Programmdirektoren der ARD haben gestern entschieden, ob die Benennung von „Hochs“ und „Tiefs“ im Wetterbericht weiterhin so bleibt wie bisher, oder aber geändert wird.
Anscheinend gibt es in Zeiten von Globalisierung und stagnierenden Arbeitslosenzahlen,
von Kernkraftausstiegsdebatten und doppelten Staatsbürgerschaften keine wichtigeren Probleme.

Wir erinnern uns, früher war alles besser:
im Winter ging man 8 km barfuß durch den Schnee zur Schule,
im Fernsehen gab es grademal drei Programme, alle schwarzweiß,
und ein Hochdruckgebiet hatte männliche Namen wie „Siegfried“, „Wotan“ oder „Hasso“,
ein Tief weibliche, wie „Martha“, „Else“ oder „Schwiegermutter“.

Frauenrechtlerinnen empfanden das schon immer als diskriminierend.
Einerseits ist zwar durchaus ein Zusammenhang nicht zu leugnen zwischen Männlichkeit, und „ein Hoch haben“,
andererseits ist genau dies ein so „tiefes“ Niveau, wie es letztlich doch nur Männern in den Sinn kommen kann.
Warum soll ein Scheißwetter also nicht auch mal zwischendurch „Adolf“ heißen, oder „Fips“.

„Hahaha, das wäre ja gelacht“, war die Antwort des versammelten Patriarchats in den Schaltzentralen der öffentlich-rechtlichen Medienmacht.
„Who the fuck is Alice“, nannten sie auch gleich die nächste Schlechtwetterfront
in Würdigung von „Emma“-Herausgeberin Alice Schwarzer.

Aber es sollte alles anders kommen.
Hatte man die Rechnung doch ohne den Stellvertreter Petrus auf Erden, Wetterfrosch Jörg Kachelmann gemacht.
Nennen wir die Dinge beim Namen:
„Nomen est omen“, sagt das eine Sprichwort,
„Der Name ist Schall und Rauch“, das andere.

Und während auf dem einen Sender ein Tiefausläufer auf den Namen „Vanessa“ hörte, vermutlich in Anlehnung an die Schauspielerin Vanessa Paradis, die mit dem „tiefen“ Einblick durch ihre süße, kleine Zahnlücke,
nannte unser Kachelfrosch auf einem anderen Sender selbiges Schlechtwettergebiet schlicht und eigenmächtig „Axel“,
wohl inspiriert durch den verstorbenen Herausgeber der BILD-Zeitung, Axel Springer.

„Ja, ist denn der wahnsinnig geworden.“
„Das kann er doch nicht machen“, „wettern“ darauf Deutschlands vereinte Meteorologen los.
„Wo kämen wir denn hin, wenn hier jeder macht was er will?
Ein Stuhl heißt schließlich Stuhl, und nicht Tisch.
Unser Bundeskanzler heißt Gerhard und nicht Doris.
Döner Kebap nennt man nicht Schweinshaxe.
Das war schon immer so...
Und die Erde ist eine Scheibe.“

Die alten Neandertaler wußten schon immer:
Was passiert, wenn‘s regnet?
S‘wird naß.

Ursprünglich war es doch mal so:
Da lag auf irgend nem Berg Schnee,
dann kam der Ötzi des Wegs daher und dachte:
Hey, da kann ich ja vielleicht mal Ski drauf fahren!

Heute hat es der zivilisierte Mensch so weit gebracht, daß der irgendwo nen Berg sieht, und sagt:
Da will ich Skifahren. Hey, mach mal einer Schnee drauf!

Und wenn sich dann so ein Berg denkt.
Mensch, diese Leute haben mich ja so gerne, da geh ich die doch gleich mal unten im Tal besuchen,
dann ist es natürlich wichtig, ob diese Katastrophe von Tiefdruck „Guildo“ ausgelöst wurde oder von Hochdruck „Verona“,

„Tiefen“-Psychologen können nämlich einen Zusammenhang mit frühkindlichen Beziehungsstörungen zwischen den Betroffenen und wahlweise Mutter oder Vater herstellen, und so die Sendeanstalten für die nun entstehenden therapeutischen Maßnahmen sintflutartig zur Kasse bitten.

Vorschlag:
die ARD macht ne Unterschriftenaktion, welches Geschlecht nun welchem Wetter zugeordnet werden soll.
Am besten täglich.


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