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Vorgauckeln (MÄRZ 12)

Liebe Freunde des politischen Kabaretts,

am Aschermittwoch ist alles vorbei. Und was waren das dieses Jahr mal für närrische Tage, oder? Den Preis für die schönste Büttenrede erhält übrigens Christan Wulff. Einen Tag nach Altweiber stand er in der Bütt und sprach zu uns: „Ich war immer aufrichtig.“ ......Tja, Selten so gelacht.
Aber wie sagte schon meine Oma immer:
Watt wech is is wech!
In diesem Sinne: Tätää!
Und Abmarsch!

Einen Tag später ernannte dann unsere Kanzlerin den Präsidenten, dessen Aufgabe es ist, Kanzler zu ernennen. Was für eine gegenseitige Selbsternennung. In Österreich müssen Inzesttäter sich im Keller verstecken. Bei uns sitzen sie in der Regierung.

Und noch perverser ist, dass mit Joachim Gauck genau der Mann ernannt wurde, den SPD und Grüne eigentlich niemals wollten, sondern lediglich damals gegen Wulff aus taktischen Gründen vorschlugen, um Angela Merkels schwarzgelbe  Fraktionsreihen zu irritieren. Jetzt schlug die FDP den selben Mann vor, um der Kanzlerin den Gnadenstoß zu versetzen, worauf die Kanzlerin merkte, dass man damit Rot-Grün wunderbar vorführen kann.
Oder mit anderen Worten: Gauck ist ein Präsident, den eigentlich niemand wollte, und der jetzt nur aus strategischen Wadenbissen und Querschlägereien ins Schloss Bellevue gelangte. Und wie nennt man so was:
Die Würde des Amtes!
Tätää!

Auf die erste Büttenrede des neuen Präsidenten werden wir noch eine Weile warten müssen. Aber wenn man sich aus dem Archiv bedient, findet man Pointenmaterial ohne Ende:
Diskussionen über Kapitalismus sind für Gauck „kindisch“,
die Occupy-Bewegung ist „albern“,
Thilo Sarrazin bei aller Kritik schon auch „mutig“,
und Protest gegen Hartz4 „Montagsdemonstration“ zu nennen, ist „töricht“. 

Na, Ihr lieben Jecken von SPD und Grünen, das ist aber mal ein anderes Kaliber als dieser Bobbycarbüttel aus Großburgwedel, oder?
Da kommen noch närrische Zeiten auf uns zu!
Tatää! Tatää! Tatää!


Kommentare

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3 Kommentare
#3 Eitel von Maur schrieb am 02.03.2012 10:25

@Victor: Nein, nein, bitte lesen Sie doch was Butzko geschrieben hat! Es gibt keine Mehrheit für Herrn Gauck. Den will eben gerade niemand. Und die Bevölkerung? Wieso will die angeblich Herrn Gauck? Wieso möchte die Bevölkerung eine Person zum Präsidenten machen, den sie überhaupt nicht kennt? Wer macht den diese Meinung? Es ist doch offensichtlich, dass dies die Springerpresse gemacht(!) hat. Und jetzt glaubt die kluge Bevölkerung selber auf diese gekommen zu sein. Und Sie glauben vermutlich auch, dass es dafür eine Mehrheit gebe. Und Sie glauben dann auch, dass Herr Gauck ein DDR-Bürgerrechtler war - wie Frau Merkel? Ja, das stimmt, genau wie Frau Merkel.

 

Sind diese Zusammenhänge so schwer zu sehen? Herr Töpfer war bereits im Kanzleramt. Aber Herr Rösler inszeniert die FDP jetzt als Anti-Öko-Partei (siehe EIKE), weil der Klimawandel etc. eine Verschwörungstheorie ist ... Da war Herr Töpfer nicht möglich.

 

Wir brauchen wohl Kabarettisten, um schlichte Zusammenhänge erkennen zu können?

BUTZKOMMENTAR:
#2 Polit-victor schrieb am 01.03.2012 20:50

Ja, wem würden SIE denn eine Chance geben? ...vielleicht dem jüngst wieder gefeierten bayrischen Alt'Ottiland'-Ministerpräsidenten Edmund Stoiber (ähnliches Alter wie Gauck...nur, da müssten Sie dann auch mal die Bettdecke 'liften' oder 'lüften', sowohl substanziell wie rhetorisch!)

Man muss es einfach sehen, die CDU+Bundesversammlungs-Mehrheit hat sich kurz hintereinander (sowohl mit Horst Köhler als auch Christian Wulff) unter Merkel's Macht-Ägide 2mal TOTAL vergeigt. Nun ist es eine Konzession an die 'MEHRHEIT'...mit und ohne Opposition und eine schlaue (von Frau Merkel) noch dazu. Die Hintertür zu einer erneuten 'Großen Koalition' bleibt offen.

BUTZKOMMENTAR:
#1 Eitel von Maur schrieb am 01.03.2012 12:50

Mich wundert doch sehr, dass diese offensichtliche Interpretation, die Butzko hier vertritt, so gut von den seriösen Medien wie etwa dem Deutschlandfunk ignoriert wird. Nochmal: Das ist doch völlig klar! Und da stellt sich Herr Rösler hin und sagt (wieder einmal ohne eine Miene zu verziehen!!!), dass es dieses Mal ausschließlich um die Würde des Amtes gehe und keinerlei(!) taktische Spielchen einen Ausschlag bei der Entscheidung haben dürften.

Ja, das haben die SPD und die Grünen wirklich toll hinbekommen ... So ist es wieder nicht Herr Töpfer geworden, der nun wirklich Hoffnung geben hätte können, dass endlich wirklich wichtige politische Entscheidungen mit hoher Priorität hätten belegt werden können. Oder jemand wie Claus Leggewie, was aber wohl viel zu viel verlangt gewesen wäre.

BUTZKOMMENTAR: