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Uli-Bratwurst-Hoeness (FEBR 10)

Liebe Freunde und Förderer des weltverbessernden Kabaretts.

Sind das nicht verrückte Zeiten, in denen wir leben?
Da sehen wir im Fernsehen eine Naturkatastrophe in Haiti, 
und über die Lage vor Ort berichtet ein Korrespondent aus Mexiko .
Da kann man mal sehen, wie die Welt in Zeiten der Globalisierung näher zusammen rückt.

Oder ist die Kontinentaldrift doch schneller als bislang vermutet?
Anscheinend, denn auch Uli Hoeness, der Großmetzger aus München hat sich zu Wort gemeldet.
Weil nämlich in Angola der Bürgerkrieg vor einem Fußballturnier nicht halt macht, sieht unser Bratwurst-Uli die Sicherheit für die Fußball-WM in Südafrika gefährdet. Der Hoeness ist ja auch so ein Verrückter, und zwar ein Fußball-Verrückter, der ab und zu auch mal gerne ohne Fußball ein Verrückter ist,
denn er hat die Kilometer, die Angola von Südafrika entfernt ist, einfach mal näher zusammen gerückt.

Und das nicht ohne Grund, denn wir wissen ja aus eigener Erfahrung, welche verheerenden Auswirkungen 1992 der Bürgerkrieg in Jugoslawien auf die Fußball-Europameisterschaft im Kilometer entfernten Schweden hatte.
Die Dänen sind kurzfristig für die Jugoslawen eingesprungen und haben die Deutschen im Finale besiegt.
Verrückt, oder?

Ich schlage deswegen vor, dass grundsätzlich alle Sportgroßereignisse ab sofort  
nur noch in München, der Heimatstadt von Uli Hoeness statt finden sollen.
Das dortige S- und U-Bahn-Netz ist seit Jahren weltberühmt für seine Sicherheit.
Und auch das olympische Dorf ist seit den Spielen von 1972 nicht mehr überfallen worden.
Berichten jedenfalls die Korrespondenten aus Angola über die Lage vor Ort.

Außerdem wohnt in München ein gewisser Herr Alexander Dibelius, 
seinerseits Deutschland-Chef von Goldman Sachs, und der hat kürzlich gesagt: "Banken haben keine Verpflichtung das Allgemeinwohl zu fördern."
Ist das nicht wahnsinnig beruhigend für unser aller Sicherheit?

Der Mann heisst "Dibelius" mit Nachnamen, und nicht "Debilius",
auch wenn er sich mit seiner Aussage unverblümt von Grundgesetz Artikel 14 entrückt.
Dieser Artikel besagt, dass Eigentum verpflichte und zugleich dem Wohle der Allgemeinheit diene.
Aber solange der Herr Dibelius nicht in München mit der S-Bahn fährt und dort nicht mal ein Wurst-Produzent und also Fachmann für die Pelle dem Herrn Dibelius auf die selbige rückt, ist dessen Sicherheit weiterhin ungefährdet.

Ich schlage deswegen vor, dass wir ein Gesetz erlassen, nach dem Bankenbosse ihre Meinungen öffentlich nur noch unter Bekanntgabe ihrer privaten Handy-Nummer äußern dürfen.
Dann haben wir Steuerzahler die Sicherheit, dass unsere milliardenschweren Rettungspakete weder bei geistig Grenzdebilen noch bei unrettbar komplett Bekloppten sinnlos verplempert sind.

Denn am Ende hört man sonst womöglich noch, dass Banker Geld fürs Allgemeinwohl von Haiti spenden.
Und das wäre dann aber wohl doch wirklich zu verrückt, oder?


Kommentare

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1 Kommentar
#1 Liebelt, Christian schrieb am 02.02.2010 13:16

Ich lese Ihr Kabarett im Briefformat sehr gerne. Wenn Sie demnächst mal nach Baden-Württemberg kommen, empfehle ich Ihnen, die sogenannte "Qualitätsoffensive Bildung", eine Anzeigenkampagne" der Landesregierung, zu beachten. Der sogenannte Bildungsminister Rau wirft dafür gerade 2,5 Millionen Euro aus dem Fenster.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Ch. Liebelt

 

PS: Ohne Kabarett wäre die politische Wirklichkeit völlig unerträglich.

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