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Schwarz-Gelb sind die geistig Armen (DEZ 12)

Liebe Freunde des politischen Kabaretts,

Das Jahr neigt sich seinem Ende entgegen, und rechtzeitig zu Weihnachten beschert Angela Merkel uns die größte Lachnummer der vergangenen 12 Monate. Sie hat sich nämlich selbst gelobt und gesagt: "Diese Bundesregierung ist die beste Bundesregierung seit Beginn dieser Bundesregierung." oder so ähnlich. Auf jeden Fall hat sie recht. Denn diese Bundesregierung hat vieles verbessert. Vor allem den Armutsbericht. Den hat sie komplett verbessert.

Das muss man sich aber auch mal vorstellen. Die Bundesregierung gibt einen Armutsbericht heraus, der nicht der Meinung der Bundesregierung entspricht. Jedenfalls nicht nach Meinung von Philipp Rösler. Mit anderen Worten: Wäre Galileo Galilei Wirtschaftsminister gewesen, die Erde wäre heute noch eine Scheibe.

Zugegeben, in diesem Armutsbericht wurden aber auch ein paar sehr unangenehme Zustände angesprochen, z. B. dass die sehr ungleiche Verteilung von Privatvermögen den gesellschaftlichen Zusammenhalt gefährdet. Und als die Bundesregierung das gelesen hat, hat sie sofort Änderungen beschlossen. Also nicht an den Zuständen, aber am Bericht. Den Passus hat man nämlich einfach komplett gestrichen. Da fragt man sich natürlich, ob es wohl nur ein Zufall war, dass unsere Bundeskanzlerin darauf beim Bundesparteitag der CDU in Hannover von 102% der Delegierten als Vorsitzende bestätigt wurde. Phillip Rösler jedenfalls hat bereits beantragt, die FDP umzubenennen in FDJ.

Die Zustände hingegen, die bleiben unterdessen wie gehabt. Das heißt: 10 % der Deutschen haben vom privaten Gesamtvermögen 60% in ihrem Besitz. 70% der Deutschen haben vom privaten Gesamtvermögen 10% in ihrem Besitz. Und 120% der Bundesregierung hat vom Prozentrechnen keine Ahnung.

Der Knüller ist aber folgendes: Im ersten Bericht stand, dass sinkende Reallöhne das Gerechtigkeitsempfinden der Bevölkerung verletzen. Dieser Satz wurde ebenfalls verbessert. Der lautet nun: Sinkende Reallöhne sind "ein Ausdruck struktureller Verbesserungen am Arbeitsmarkt". Unter uns, Christoph Daum musste für sowas mal ne Haarprobe abgeben.

Aber auf alle Fälle freu ich mich heute schon auf den Abend der Bundestagswahl im kommenden Jahr, wenn die Bundesregierung die sinkenden Prozentzahlen der schwarzgelben Koalition als "Ausdruck struktureller Verbesserungen im Bundeskanzleramt" bezeichnet.


Kommentare

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4 Kommentare
#4 Andreas schrieb am 06.12.2012 13:59

Naja, rechnen können die schon:

 

Berechnung der Geschwindigkeitskonstanten für den C-H-Bindungsbruch im Methylradikal" Merkel, Angela; (1985).

 

Man substituiere "C-H" durch "christlich-liberal" und "Methyl" durch "Macht" !

Was kommt dann raus?

 

Berechnung der Geschwindigkeitskonstanten für den christlich-liberalen Bindungsbruch im Machtradikal" ;)

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#3 DiTho schrieb am 05.12.2012 22:28

tja, dann hoffen wir doch mal auf "strukturelle Verbesserungen im Bundeskanzleramt"!!!

BUTZKOMMENTAR:
#2 Uwe schrieb am 05.12.2012 20:44

Wieder mal, wie immer,den Nagel auf den Kopf getroffen.Die Verarschung der

Bürger nimmt untragbare Formen an.

Butzko,, geb`s ihnen.

Kabarettistische Grüße

 

Uwe

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