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Ich bin raus (JULI 18)

Liebe Freundinnen und Freunde des politischen Kabaretts,

 

nur noch vier Bühnen, auf denen ich „Menschliche Intelligenz“ präsentiere, dann ist auch dieses Programm schon wieder abgespielt. Rund 300 Auftritte quer durch alle Himmelsrichtungen der Republik, von Oldenburg bis Senftenberg, von Neumünster bis Burghausen.

Und wenn ich also sage, dass Deutschland „mein Land“ ist, dann kann ich wenigstens behaupten, dass ich weiß, wovon ich rede, weil „mein“ Deutschland nicht am Ortsschild endet, sondern im wahrsten Sinne des Wortes bis an seine Grenzen geht. Und die sehen übrigens bei Weitem nicht so unsicher aus, wie uns Horst Seehofer Glauben machen möchte.

 

Viele wunderbare Begegnungen durfte ich in den letzten zwei Jahren mit diesem Programm erleben, spannende Gespräche und Diskussionen führen, alte Freundschaften pflegen, neue schließen, aber am interessantesten war die Erfahrung, dass 10 Jahre Kapitalismuskritik nicht annähernd solche Reaktionen auslöste, wie 2 Jahre Religionskritik.

Unglaublich, wie ein Glaube einzelne Menschen zu Mentalitätsmonstern mutieren lassen kann. Wütende Zwischenrufe, demonstratives Verlassen des Saales mit Türenknallen, und Emails, die es schafften, sogar mich sprachlos zu machen. Und das will etwas heißen.

 

Und bevor ich mich dann in die Sommerpause verabschiede, möchte ich Euch darum auch den jüngsten Erguss in meinem Maileingang nicht vorenthalten, um auch mal einen Eindruck zu vermitteln, dass all der Glamour meines Berufes mit champagnergefüllten Poolparties, zertrümmerten Hotelzimmern, und Diplomatenpässen aus Zentralafrika erkauft wird durch die vielen,

sehr sehr dunklen Schattenseiten. Und damit meine ich nicht den nächtlichen Telefonterror einer vereinsamten Helene Fischer.

Sondern, vor allem, wenn man es mit synaptischen Kurzschlussdefekten zu tun bekommt, zu denen einem wirklich nichts mehr einfällt, wie in folgendem Schreiben. Vielleicht habt Ihr ja eine Idee, was man dazu antworten könnte? Ich bin da jedenfalls raus.

 

 

Betreff: Wirklich wichtige Mitteilung ...

 

Sehr geehrter Herr Butzko,

 

in den Ruhr Nachrichten war heute unter 'Sonderveröffentlichung' u. a. ein Artikel über Ihren nächsten Auftritt zu lesen, überschrieben mit 'Menschliche Intelligenz'. 

 

Sie machen sich in diesem Artikel lustig über die Menschen, die daran glauben, dass man 'in die Hölle' kommen kann. Ja, Sie haben recht damit, ganz früher haben Menschen 'Stimmen gehört' und die 'vielen Bücher' sind zu einem Buch, die Bibel, zusammengetragen worden. Aber im Gegensatz zu diesen 'Stimmen' war Jesus von Nazareth eine reale Person, die man sehen und anfassen konnte. Er, der Sohn Gottes, lehrte uns, wie wir leben sollen ... und wie wir der sogenannten 'Hölle' entkommen können.

 

Im Johannes-Evangelium können wir lesen: "Wer an den Sohn glaubt, hat ewiges Leben; wer aber dem Sohn nicht gehorcht, wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm." 

 

Jeder ist gefragt, sich zu entscheiden! Es gibt nur zwei Alternativen, entweder bekommt man 'ewiges Leben' oder man geht ins 'ewige Feuer'. Da die eigene Entscheidung endgültig und von großer Tragweite ist, sollte sich jeder hierüber bewusst sein, und mit Ernst darüber nachdenken, wo er die Ewigkeit verbringen möchte. - 

 

Denken Sie doch bitte einmal in einer stillen Stunde über diesen Sachverhalt nach.

 

... Und dies ist sicher kein Thema, um darüber 'Spaß' zu machen!

 

In der Hoffnung, dass aus einem 'gläubigen Atheisten' auch ein 'gläubiger Christ' werden kann,

 

verbleibe ich

mit besten Grüßen,

Horst B.



 

 



Kommentare

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21 Kommentare
#18 Manfred schrieb am 27.06.2018 11:49

Übrigens: "Shlomo" ist Aramäisch und heißt "Hallo".

 

mfg

BUTZKOMMENTAR:
#17 Manfred schrieb am 27.06.2018 11:32

Einer meiner Lehrer hat immer gesagt:

"Glauben heißt nicht wissen."

Jesus war Aramäer und kein blauäugiger blondgelockter Jüngling. Sein Mord war ein politischer Mord, denn er hat sich für die Armen und Schwachen stark gemacht und die Geschäftemacher aus dem Tempel geworfen. Und ich bin der Auffassung, dass H.G. Butzko genau in seinem Sinne spricht. Daher würde ich ihn niemals aus den Tempeln der Kleinkunst werfen.

BUTZKOMMENTAR:
#16 Fritz Köck schrieb am 26.06.2018 22:25

Die Gläubigen aller Konfessionen machen es sich einfach. Besonders offensichtlich im Islam. Sie glauben einem "Propheten" ( Visionär) der vorgibt von Gabriel eine Botschaft eines "Schöpfergottes" erhalten zu haben. Daran knüpfen sie Regeln wie man sich im Leben zu verhalten hat um nachher nicht in der Hölle zu landen. Habe vorige Woche einen Vortrag zum Thema "Jenseitsvorstellungen im Islam" gehalten. Es ist unfassbar wie diese Jenseitsvorstellungen festgeschrieben sind. Man kann das nur (Gilt für den Islam) mit Blick auf die 72 Jungfrauen als "Dauererektion mit immer wieder zur Jungfrau werdenden Mädels bezeichnen. vor allem Muslime(ich kenne reichlich viele) glauben fest daran und sind nicht bereit, darüber wenigstens nachzudenken. In einem anderen Text "Muhammad-Ein Fake" versuchte ich auf Grund von Forschungsergebnissen nachzuweisen, dass Muhamad nachträglich erfunden und als Prophet aufgebaut wurde. Kein einziger Lebenslauf des "Propheten (sira) stammt aus der Zeit wo er gelebt hat. ALLE diese Beschreibungen des Lebens des Propheten stammen aus mündlichen Überlieferungen, die erst 1-200 Jahre nach seinen angeblichen Tod, festgeschrieben wurden. Bei den Christen schaut es auch nicht viel anders aus. Ich bin (obwohl katholisch erzogen) der Meinung, dass alles diese Geschichten Unfug sind. Die menschliche Existenz beschränkt sich, wie alles in der Natur auf Arterhaltung. Wenn Sie die kompletten Texte wollen, kann ich Sie Ihnen gerne zur Verfügung stellen. Reicht locker für ein religiöses Kabarettprogramm.

mfg F.Köck

BUTZKOMMENTAR: