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Flieger, grüß mir die Sonne (JAN 14)

Liebe Freunde des politischen Kabaretts, 

Lange hab ich mich ja gefragt: Wie reist eigentlich der christlich soziale Horst Seehofer an, wenn er in Berlin Geliebte und uneheliches Kind besuchen will? Jetzt weiß ich: Wer betrügt, der fliegt. Das macht Sinn, aber nur, wenn noch Platz in der Maschine ist. Denn neben Uli Hoeness, und den 79 Abgeordneten des bayerischen Landtages, die ihre Familienmitglieder auf Staatskosten beschäftigt hatten, könnte es eng werden.

Andere weichen darum lieber auf die Bahn aus, wie z B Ronald Pofalla, der wandelnde Schleimbeutel der Kanzlerin. Ungefähr 1,5 Millionen Euro soll er als Vorstandsmitglied im Jahr kassieren. Da sage noch einer, Koffertragen würde sich nicht lohnen. 

Vor allem, weil der Posten ja extra erst für Pofalla geschaffen werden soll, und zwar um Kontakte zur Politik zu pflegen. Das ist interessant, denn die Bahn ist ein Staatsbetrieb. Das heißt, um Kontakte mit sich selbst zu pflegen, braucht es den Pofalla. Daran sehen wir, die ganze Aktion ist nur Bilanzkosmetik: die Bahn hat den Pofalla von der CDU geholt, um endlich mal eine schwarze Null zu haben.

In den Niederlanden ist jetzt übrigens das Projekt "Mars Mission" gestartet worden, ein Forschungsprojekt, das Menschen zum Mars bringen soll, und (Achtung - jetzt kommts!) NIE MEHR zurück. Vielleicht wäre das ja ein Posten für den Pofalla, oder den Seehofer? oder..oder..oder....

Und dann legt sich unsere Kanzlerin auch noch auf den Arsch. Beim Skifahren. Und die ganze Nation fragt sich: Hatte sie dabei eine Helmkamera getragen? Während der Regierungssprecher Steffen - ich rede, wie ich heiße - Seibert erklärte: Die Kanzlerin sei voll Handlungs- und Kommunikationsfähig. Interessant, früher brauchte es dazu einen Klaps auf den Hinterkopf, heute einen Bruch des Beckens.

Und das alles nur, weil die Basis der SPD für die Große Koalition gestimmt hat. Das wollen wir dabei nicht vergessen. Die Basis der SPD hatte Angst vor Neuwahlen, und sich deswegen entschieden, lieber bis zur nächsten Wahl auf ein Wunder zu hoffen, unter dem Motto: Wenn wir uns schon in die Scheiße reiten, wollen wir wenigstens am Ende noch so groß sein, dass wir oben aus dem Haufen noch raus gucken kucken. Und wenn man bedenkt, was bereits in den ersten drei Wochen von insgesamt vier Jahren alles in dieser GroKo los ist, dann kann man jetzt schon sagen: Genossen, der Haufen wird verdammt groß!

Und vor allem wollen wir nicht vergessen, dass grade aus der SPD-Führung, von so Figuren wie z. B. Andrea Nahles noch kurz vor der Wahl die Parole rausgegeben wurde, man wolle auf gar keinen Fall mit der CDU zusammen regieren. Wer SPD wähle, wolle, dass Frau Merkel abgelöst wird. Ich weiß ja nicht, wann Frau Nahles, mal wieder nach Berlin muss, aber ich glaube, im Flieger von Horst Seehofer ist für Sie bestimmt noch ein Plätzchen frei.


Kommentare

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9 Kommentare
#9 Rosi schrieb am 09.01.2014 02:22

Ach wie herrlich erfrischend und so wahr!

Lebe seit 2005 in den USA und vermisse das Politkabarett sehr. Bin a Muenchner Kindl!

BUTZKOMMENTAR:
#8 Sylvia schrieb am 08.01.2014 17:33

Toll - klare Sicht auf diesen "Flohzirkus".

Aber: Wo ist der fähigste Dompteur?

Warum machen Kabarettisten nie selbst Politik? Das wäre zu vernünftig.

 

Dann hätten wir nichts mehr zu lachen!

 

Macht es besser oder

macht das Beste draus.

 

Ich war von Anfang an für Neuwahlen,

als ich hörte, dass die absolute Mehrheit keine Mehrheit ist.

In dieser Koalition ist nicht einmal sicher, dass die CDU einen Nachfolger für Frau Merkel allein bestimmen kann.

 

Große Koalition haben sich viele gewünscht, aber keiner dachte daran, wie es in Wirklichkeit kommen würde.

 

Dann hätte Herr Steinbrück auch selbst ernten können, was er gesät hat.

 

Beste Grüße

BUTZKOMMENTAR:
#7 Claudia Gundlach schrieb am 08.01.2014 14:33

Lieber Herr Butzko!

 

Herzlichen Danke für den Newsletter!!!!!!!!!!!!! Sehr passend, selten so gelacht.

Liebe Grüße C. Gundlach

BUTZKOMMENTAR: