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Es ist ein Steinbrück (OKT 12)

Liebe Freunde des politischen Kabaretts,

Was sagt man dazu? Wir bekommen einen neuen Bundeskanzler, und er heißt (Trommelwirbel und Tusch) Peer Steinbrück, besser bekannt als "das Zäpfchen von Helmut Schmidt".

Peer Steinbrück, unser Lotse und Navigator, der Deutschland so super durch die Krise manövriert hat, indem er z B damals 25 % der Commerzbank-Aktien gekauft hat. Ein Viertel der Commerzbank wurde unter Peer Steinbrück volkseigener Betrieb. Wenn das Erich Honecker noch erlebt hätte. Und was hat der Peer dafür bezahlt? 18 Milliarden Euro. Das war das Vierfache dessen, was diese Bank zu jenem Zeitpunkt insgesamt überhaupt noch wert war. Also das Vierfache bezahlen um ein Viertel zu kaufen! Was hat der Steinbrück sich dabei gedacht? Nun, er hat sich gedacht: "Das stimmt. Ein Viertel ist ein bißchen wenig. Besser gewesen wär ein Fünftel. Aber dann hätten wir ja das Fünffache bezahlen müssen."

Und damit ist Peer Steinbrück auch bis auf den heutigen Tage mit seinem Gewissen komplett im Reinen, denn "Gewissen" ist ja ein Befehl zur Fortbewegung der eigenen Erkenntnis, sprich: Geh, Wissen! (Zugegeben, ausgesprochen funktioniert dieser Gag besser als geschrieben!  Egal!)

Und dieser Peer Steinbrück hat sogleich verkündet, er will 2013 Angela Merkel ablösen und wieder rot-grüne Politik machen. Und als ich das gehört habe, musste ich mir die Tränen aus dem Auge wischen. Ich weiß nur bis heute nicht, ob vor Lachen oder Weinen.

Denn nur mal so in die Runde gefragt: 

- Wer saß denn noch mal bei uns in der Bundesregierung, in dem Jahr, als darüber diskutiert wurde, ob Griechenland in den Euro aufgenommen werden soll, oder nicht? 

- Wer saß bei uns in der Bundesregierung, als Deutschland als erstes Land in Europa die Maastrichter Stabilitätskriterien verletzt hat?  

- Wer saß bei uns in der Bundesregierung, als die Deregulierungen am "Kapitalstandort Deutschland" auf den Weg gebracht wurden? 

- Wer hat überhaupt den Begriff "Kapitalstandort Deutschland" erfunden? 

- Wer hat die Steuergeschenke für die Großkonzerne und Superreichen beschlossen? 

- Und die große Umverteilung von unten nach oben eingeleitet?

Kleiner Tipp für die Antwort auf all diese Fragen: Fängt mit Rot an, hört mit Grün auf. 

Oder mit anderen Worten: Rot-Grün, das sind Leute, die sich heute über genau die gleichen Heuschrecken beschweren, die sie selber angelockt haben; das sind Leute, die ein Picknick veranstalten, und erstmal 5 Liter Marmelade auf der Decke ausschütten, um sich dann über die vielen Wespen zu beklagen, diese schwarz-gelben Mistviecher! Was uns nicht verwundern sollte, denn schon Goethe sagte: "Wenn man Rot und Grün mischet, bekömmt man ein Grauen." 

Und nicht vergessen: Peer Steinbrück war Finanzminister in der großen Koalition, die beschlossen hat, das jemand, der durch Arbeit beispielsweise 100.00 Euro verdient, 33% Steuern zahlen muss. Wohingegen jemand, der 100.000 Euro durch Zinsen verdient, nur 25%.
Und je mehr einer durch Arbeit verdient, umso mehr Steuern muss er zahlen. Je mehr aber einer durch Zinsen verdient, bleibt es bei 25 %. 
Das ist sozialdemokratischer Kapitalismus: Wer von einer Kuh Milch haben möchte, muss dazu nicht selber auf die Weide. Wer melken will, lässt andere für sich ins Gras beißen.

Nikita Chruschtschow sagte mal: "Politker sind eine seltsame Spezies. Sie versprechen den Leuten eine Brücke, auch wenn gar kein Fluss vorhanden ist." Hätte er Steinbrücke gesagt, hätten wir gewusst, wen er meint.


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