Irre Wichtig

Nächste TV-Auftritte:

So., 25.11.2018

MDR - Kanzleramt

Sa., 06.04.2019

WDR - Mitternachtsspitzen

Do., 26.09.2019

BR - Schlachthof

Do., 05.12.2019

BR "Schleich-Fernsehen"

Nächste Hörfunk-Auftritte:

Sa., 22.12.2018

WDR - Unterhaltung am Wochenende

Mi., 26.12.2018

WDR - U22

Termine

Do., 18.10.2018

STARNBERG - Schlossberghalle

Fr., 19.10.2018

AYING - Gasthof zur Post

Sa., 20.10.2018

ICKING - Vereineheim Dorfen

Newsletter

E-Mailadresse:


Das "Modell Zypern" (APRIL 13)

Liebe Freunde des politischen Kabaretts,

 

mein alter Klassenlehrer in der Grundschule hat uns früher mal gesagt, wir sollen unser Taschengeld aufs Sparbuch tun, denn da, so lautete damals seine Begründung, könne es nicht geklaut werden.

Der gute Mann ist inzwischen längst verstorben, und ich weiß ja nicht, ob es ein Jenseits gibt. Aber wenn ich irgendwann mal tot bin, würde ich ihn als erstes aufsuchen und fragen, warum er sich jetzt mit mir im Himmel befindet, wenn man doch fürs Lügen in die Hölle kommt?

 

Oder zumindest da hin, wo auch Angela Merkel und Peer Steinbrück hinkommen, die uns sagten, dass die Einlagen der deutschen Sparer sicher seien. Wobei das ja nicht gelogen war. Denn die Einlagen der deutschen Sparer sind tatsächlich sicher. Man muss sie nur rechtzeitig von der Bank abheben.

 

Und mit rechtzeitig mein ich "möglichst Donnerstags". Denn wie sagte Wolfgang Schäuble im Zusammenhang mit der Zypernkrise: "An Sparguthaben ran zugehen, ist eine sensible Sache. Deswegen macht man es zu Beginn des Wochenendes."

Und auch das war nicht gelogen.

 

Weswegen es ebenfalls fraglich ist, wohin Wolfgang Schäuble eigentlich nach seinem Tod hinkommt. Denn noch im Januar sagte er: "Wir haben das Schlimmste in Europa hinter uns." Wobei aber auch das nicht gelogen war, denn das Schönste sollten wir wohl erst noch vor uns haben.

 

Denn dieser Wolfgang Schäuble sagte auch, dass das "Modell Zypern" gescheitert ist. Und damit wollte er sagen, dass ein kleines Land, das außer hoher Zinsen nichts zu bieten hat, in Europa nicht zukunftstauglich ist. 

Und wenn das ebenfalls nicht gelogen war, dann dürfte man wohl auch in Luxemburg in diesen Tagen bereits emsig damit beschäftigt sein, heimlich still und leise etliche Konten leer zu räumen und die Kohle in andere Steueroasen zu verschiffen. Man muss halt nur reich genug sein. Und gute Kontakte zur Regierung haben. 

 

Wobei wir an dieser Stelle zwei Dinge nicht vergessen dürfen: 

1.) dass auch deutsche Oligarchen, wie z B die Familien Porsche, Piech, Quandt, die Kaffeedynastie Jacobs, die Bankiersfamilie Finck, oder der Verleger Hubert Burda mit seiner Tatortkomissarin Maria Furtwängler u.v.m. im Ausland Geld geparkt haben, nur nennt man das dann nicht "bunkern", sondern "investieren", 

und 2.), dass auch anders herum ausländische Oligarchen genau so von deutschen Banken Steuer- und Zinsvergünstigungen bekommen. Nur mit dem Unterschied, dass Deutschland eben kein kleines, sondern ein großes Land in Europa ist, oder mit anderen Worten: Was eine Oase ist, hängt immer vom Durst derer ab, die Wasser im Überfluss haben.

 

Und wenn die alle also aber gar nicht gelogen haben, dann ist es ja auch kein Wunder, dass die sich gar nicht in der Hölle befinden, sondern im Himmel. Denn ein anderes Wort für Himmel ist bekanntlich "Wolkenkuckucksheim". Und dass die sich da befinden, ist auf alle Fälle nicht gelogen.


Kommentare

Seite 1 von 1
2 Kommentare
#2 Jutta17 schrieb am 09.04.2013 13:01

Butzko hat vergessen, dass alles nur noch halb so schlimm ist, denn: WIR HABEN EINEN NEUEN PAPST!!!!

Dieser wird sich für die Armen einsetzten und die Reichen das Fürchten lehren!

Sicher öffnet er auch die Schatztruhen des Vatikan. Und dies wird er noch vor seiner Heiligsprechung tun.

Eine neues Zeitalter ist angebrochen!

Butzko, verschlaf es nicht!

BUTZKOMMENTAR:
#1 Jack schrieb am 08.04.2013 14:53

Sehr schön amüsierender Text.

Eine Frage hätte ich.... Dürfte ich diesen Text kopieren um ihn im Politik-Deutsch-Unterricht zu verwenden?

BUTZKOMMENTAR: