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Aufgespießt - Oskar Lafontäne (WDR2)

Aufgespießt -
aus den Randregionen des deutschen Blätterwaldes
von Hans - Günter Butzko

Doch sind die Sommerwochen angebrochen,
kommt das Sommerloch noch angekrochen.
Dann denkt so manch unwichtiger Wicht sich:
Mach ich mich mal richtig wichtig.

And the Oscar goes to:
Oskar the Föntäne.
Rückblick. Wir schreiben das Jahr 2002. Ganz Deutschland hat Gerhard Schröder abgeschrieben. Ganz Deutschland? Nein. Im Osten liegen weite Teile unter Wasser.
Und auf dieser Flutwelle surft Schröder direkt in die Wiederwahl zum deutschen Bundeskanzler.
Wahnsinn!
2 Jahre später.
Ganz Deutschland hat sich mit Gerhard Schröder abgefunden, kein Bock mehr auf Politik und macht Urlaub. Außer im Osten. Doch weil die Elbe dieses Jahr nicht über die Ufer treten will, überschwemmen die Ossis eben ihre Innenstädte selber.
Und auf dieser Wutwelle surft nun Oskar Lafontaine direkt in die sommerliche Presselandschaft.

Angefangen hats beim Spiegel, dem Fachblatt für Rechtschreib- und andere Reformen.
Da wetterte Oskar los: „Mit Schröder geht’s nicht mehr!“ Und: „Lohnnebenkosten“ sind marginal.“ Und: „Das Volk hat ein Vermittlungsproblem.“
Konkreter wurde er dann in der Welt am Sonntag, kurz Wams:
„Lohnnebenkosten, das ist Geld für Rentner, Kranke, Arbeitslose.“ Und: „Völker hört die Signale.“
Worauf dann in der Bild am Sonnntag, kurz Bams, Franz Müntefering gegenwetterte: „Der geistige Anspruch von Lafontaine ist sehr mager geworden.“
Aber Oskar konterte geschickt in dem anderen Fachblatt für Deutschlehrer und Germanisten der Bam, der Bild am Montag: „Münti beeindruckt bloß sich selbst.“

Und so geht es hin und her. Ohne Sinn und ohne Ende.
Das ganze erinnert ein bißchen an die seeligen Zeiten
letzte Woche im Möbeldiscount-Markt:
„Die Eltern vom kleinen Oskar mögen ihren Rotzlöffel aus der Krabbelecke abholen.
Er geht hier allen tierisch auf den Zeiger.“
Aber Oskar wäre nicht Oskar, wenn er das Ganze nicht noch zu toppen wüsste.
Und so will er demnächst auf einer Montagsdemo – Hoppla, der Begriff ist ja unangemessen - auf einer „der Tag nach Sonntags-Demo“, jedenfalls, da will der Oskar eine Rede halten.

Und da wird er dann aber so was vom Leder ziehen, daß uns die Ohren glühen sollen, so über Rücknahmen und so. Rücknahme von Hartz 4, Rücknahme der Rentenkürzung und der Praxisgebühr, Rücknahme der Senkung des Spitzensteuerssatzes und der Maastrichtkriterien.
Und vor allem Rücknahme seines Rücktritts vom SPD-Vorsitz.

Nur eines, das werden wir da wahrscheinlich nicht erfahren:
Wie auch nur ein Arbeitgeber auf die Idee kommen könnte, auch nur einen Arbeitsplatz mehr zu schaffen, als bisher.
Oder, wie Oskar es hinkriegen will,
daß die selbe Partei an der Regierung eine andere Politik macht.
Denn eines wissen doch längst:
Das einzige, was wir kriegen können ist:
Die selbe Politik von einer anderen Partei an der Regierung.



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